Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie

Israel im November 2012: Zwischen Glockengeläut und Raketenalarm

Eindrücke einer Studienreise

Eine Gruppe von berufsbegleitend und grundständig Studierenden des jetzigen 5. Semesters  hat vom 18.-25.11.2012 zusammen mit der Lehrbeauftragten Andrea Daum und der verantwortlichen Dozentin, Prof. Dr. Ulrike Suhr, eine Studienreise nach Israel durchgeführt.

Wir haben nach einjähriger Vorbereitung eine sehr bewegende Reise mit Begegnungen und Gesprächen mit jüdischen, christlichen und muslimischen, mit israelischen und palästinensischen GesprächspartnerInnen gehabt: mit katholischen Schwestern, die dem jüdisch-christlichen Dialog verpflichtet sind, mit einer Therapeutin, die mit Holocaustüberlebenden arbeitet und deren Eltern selbst dem Holocaust entkommen sind, mit einem christlichen Theologen, der uns vom orthodoxen Judentum berichtet hat, mit Mitgliedern von Parents Circle, einer israelisch-palästinensischen Gruppe von Menschen, die durch den Nahostkonflikt ihre Söhne, ihre Töchter, einen nahen Angehörigen verloren haben, mit  einem amerikanisch-jüdischen Ehepaar, bei denen wir Shabbat gefeiert haben und mit einem Fernsehjournalisten, der mit uns über die aktuelle politische Situation in Israel diskutiert hat.

Wir waren an der sogenannten Klagemauer und in der Grabeskirche, im alten und neuen Jerusalem, in der Wüste und im Toten Meer, und auf dem Pflaster, auf dem, der Tradition nach, Jesus und die römischen Soldaten gegangen sind, es befand sich direkt "unter unseren Betten", eine Ausgrabung unterhalb unseres Gästehauses.

Wir haben die Gebetsrufe der Muezzin gehört, die Kirchenglocken,  das "AdonaJ Elohenu", den jüdischen Gebetsruf, und den Raketenalarm mitten in Jerusalem.

Wir sind reich beschenkt von dieser Reise zurückgekehrt. Einige unserer Eindrücke haben wir beim Israelabend in der Hochschule, mit Bildern und orientalischem Büffet,  vermittelt.

Prof. Dr. Ulrike Suhr