Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie

FEW „Raumproduktionen – Erlebnisqualität für das Klientel der Sozialen Arbeit“

  • Zeitraum: WiSe 2014/2015 bis SoSe 2016
  • Lehrende: Eckard Maiwald (Dipl. Sozialökonom)

Beschreibung

Die Entwicklung von Projektideen sowie deren konzeptionelle und administrative Bearbeitung ist eine Anforderung im Leitungsbereich Sozialer Arbeit. Hier umstandslos auf Bedarfe innerhalb des kommunalen Raumes reagieren zu können, ist ein Qualitätsmerkmal einer flexibel reagierenden Betriebsorganisation. Mit dieser FEW wird versucht, diese Fähigkeit exemplarisch einzuüben.

In der FEW „Raumproduktionen“ sollen die Studierenden sich je ein Projekt innerhalb der Sozialen Arbeit ausdenken und dieses theoretisch mit möglichst viel Praxisbezug entwickeln. Die Konzeptionierung des Projektes kann dabei bis zur Formulierung der Antragsstellung geführt werden.

Die übergreifende Klammer für die einzelnen Projektausarbeitungen bildet die Sozialraumorientierung. Der Sozialraum wird dabei als Prozess begriffen. Der Sozialraum wird produziert und mit ihm eine Erlebnisqualität für die Adressaten der Sozialen Arbeit.

Die Produktion von Erlebnisqualität für die Klienten steht im Mittelpunkt der Projektentwicklung mit den Fragen nach kreativen Ausdrucksformen, Sport/Bewegung sowie möglichen solidarischen Erfahrungen. Die forschungsleitende Frage lautet: „Wie stellt sich Erlebnisqualität für das Klientel der Sozialen Arbeit her?“

Die FEW versucht, die theoretischen Grundlagen der Theorie der Produktion des sozialen Raumes mit der Anwendung von organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Tools zu verbinden. Insgesamt wird in der Forschungs- und Entwicklungswerkstatt der Entwicklungsaspekt betont, es können aber auch – beispielsweise um Bedarfe festzustellen – empirische Untersuchungen etwa in Form von Befragungen einfließen.

Die FEW wird sich mit der Ausformung des Sozialraumes als Raum der Praxis, Raum des Wissens und als Erlebnisraum beschäftigen. Darüber hinaus kann der Sozialraum als Widerstandsraum begriffen werden, der sich über Feldern der Resilienz bewegt. So geht es auch um eine Politisierung der Sozialen Arbeit und ihre Umsetzung in Projektanträge.