Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie

 

"Good Care" im Quartier

Projektzeitraum: Oktober 2016 - September 2017

Ansprechpartner_innen:
Dipl. Psych. Hans – Josef Lembeck, Dipl. Soz. Päd. Sandra Küchler,

Im Kontext des perspektivisch angedachten Forschungsprojektes, „Good Care in Community settings, especially for people with intellectual disabilities“ wird in Hamburg das einjährige Pilotprojekt „GoodCare“ im Quartier durchgeführt. Die zentrale Fragestellung des Forschungsprojektes lautet, welche Rolle die Lebenswelt – insbesondere die Sozialräumliche – für die Nutzer_innen der Evangelischen Stiftung Alsterdorf spielt. Dabei stehen der Wille und die Perspektive der Menschen mit Einschränkungen im Zentrum der Forschung.

Es geht um die handlungsleitenden Fragen, was aus der je individuellen Perspektive das Quartier kennzeichnet, welches die bedeutsamen Interaktionen und Netzwerke sind und was diese konkret auszeichnet. Im ersten Schrittgeht es darum, gemeinsam mit den Menschen und ihren formellen wie informellen Unterstützer_innen den Alltag dieser Menschen in ihrem Quartier, das Umfeld und die prägenden Routinen des Alltags zu rekonstruieren.. Im zweiten Schritt werden diese Blickwinkel mit den Fallzuständigen in sogenannten Fokusgruppen ausgetauscht und unter der Fragestellung was gelingenden Alltag und gute Unterstützung ausmacht, bearbeitet. In einem letzten Schritt werden die bis dahin gesammelten Ergebnisse und Perspektiven mit weiteren Schlüsselpersonen nach ihren Gemeinsamkeiten oder verallgemeinerbaren Themen und auch den Unterschieden erörtert. Ziel ist, die gemeinsam nachskizzierten Wege und Verläufe (trajectories) der Menschen mit Einschränkungen zu rekonstruieren, um sie dann mit Blick auf die Weiterentwicklung und Verbesserung der Unterstützung im Quartier im Sinne eines guten Lebens und gelingenden Alltags zu markieren.

Die Begleitforschung lehnt sich an die "Fourth Generation Evaluation" an. Diese vielfältig erprobte Evaluationsmethode zielt auf eine responsive Rekonstruktion der Praxis und legt ein Evaluationsverständnis zu Grunde, in dem die Begleitforscher_innen ebenso wie die handelnden Akteure Teil des Forschungsprozesses sind. Im Zentrum stehen dabei die drei Fragestellungen:

  • Was läuft gut? Was hat sich bewährt, was soll so bleiben (claims)?
  • Welche Probleme oder Sorgen gibt es? Was soll sich ändern (concerns)?
  • Welche Konsequenzen oder Konflikte ergeben sich daraus (issues)?

Ausgehend von diesen Fragen zielt die Begleitung und Evaluation auf die Bearbeitung der Fragen nach einem gelingenden Alltag der Menschen mit Beeinträchtigung ab.

Den Abschlussbericht finden Sie hier.