Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie

Evaluation fallunspezifischer Arbeit in Stuttgart

  • Projektzeitraum: Dezember 2008 bis Juni 2009
  • Auftraggeber: Jugendamt der Stadt Stuttgart
  • AnsprechpartnerIn: Prof. Dr. Timm Kunstreich, Doris Pleiger


Kurzbeschreibung

Das Institut für Soziale Praxis untersucht durch eine breit angelegte Evaluation die fallunspezifische Arbeit in zehn Stuttgarter Bereichen. Grundlage dieser Studie ist eine Definition der fallunspezifischen Arbeit, die besagt, dass: „fallunspezifische Arbeit (…) als Vorbereitungsarbeit im Hinblick auf die Fallarbeit definiert werden (kann). Sie zielt auf die Erschließung von sozialraumbezogenen Kenntnissen und Möglichkeiten des Gemeinwesens – etwa durch den Aufbau von Netzwerken und das Knüpfen von Kontakten innerhalb wie außerhalb des sozialen Sektors, welche nicht schon auf einen konkreten Fall bezogen sind, aber perspektivisch für die Fallarbeit eingesetzt werden können.“ (vgl. Jugendamt Stuttgart) Das Forschungsvorhaben widmet sich der tatsächlichen Praxis fallunspezifischer Arbeit in Stuttgart. Es will die Fragen beantworten, was sich darin bewährt hat (claims), welche Probleme es gibt (concerns) und welche Konsequenzen dies zukünftig hat (issues). Damit orientiert sich die Studie am Modell der sog. Fourth-Generation-Evaluation. Um die fallunspezifische Arbeit in ihrem weiten sozialen Zusammenhang erfassen zu können, bedarf es einer komplexen Methodik. Durch eine „kumulative Befragung“ verschiedener Personengruppen mit ihren Einschätzungen und Erfahrungen aus der Praxis werden ihre „sozialen Konstruktionen“ über die fallunspezifische Arbeit sichtbar. Diese sollen im Rahmen von Workshops in der Fachöffentlichkeit diskutiert und in die Praxis übertragen werden.