Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie

Das Umzugsprojekt Karl-Witte-Haus der Stiftung Alsterdorf

  • Projektzeitraum: 2004
  • Auftraggeber: Geschäftsbereich HamburgStadt der Evangelischen Stiftung Alsterdorf
  • AnsprechpartnerIn: Monika Abraham, Prof. Dr. Thomas Möbius

Der Geschäftsbereich HamburgStadt der Evangelischen Stiftung Alsterdorf hat im Jahr 2004 das mittlerweile abgeschlossene "Umzugsprojekt Karl-Witte-Haus" und seine Wirkung auf die beteiligten KlientInnen und Assistenzkräfte vom isp evaluiert. Hierbei wurden zwei zentrale Themenkomplexe bearbeitet:

  • die Bewertung des Umzugsprojektes und der aktuellen Lebenssituation der Klient/innen
  • die Auswirkungen des Umzugsprojektes auf die professionelle Praxis und die konzeptionelle Entwicklung aus der Perspektive der Assistenz

In die Evaluation werden KlientInnen und MitarbeiterInnen aus sieben beteiligten Wohnprojekten sowie aus Einzelprojekten einbezogen. Besonderer Wert wird auf die Perspektive von Personen mit herausforderndem Verhalten gelegt.

1. Die Bewertung des Umzugsprojektes und der aktuellen Lebenssituation der KlientInnen
Das Umzugsprojekt wurde mit dem konzeptionellen Anspruch verknüpft, Lebensqualität und Selbständigkeit der KlientInnen zu steigern. Neben der Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität soll durch die Dezentralisierung und Regionalisierung eine verstärkte Integration in das soziale Umfeld, wie auch in die Arbeits- und Beschäftigungswelt ermöglicht werden. Die aktuelle Lebenssituation soll auf der Basis folgender Indikatoren erhoben werden:

  • Die Wahl- und Beteiligungsmöglichkeiten der KlientInnen im Alltag,
  • Die Selbständigkeit der KlientInnen,
  • Das Gefühl von Schutz und Fürsorge in den Wohngruppen,
  • Die Kontakte der KlientInnen im Stadtteil/zu sozialen Netzwerken.

Nicht alle KlientInnen sind in der Lage, sich im Rahmen der Befragung in gleicher Weise an einer sprachlichen Kommunikation zu beteiligen. Es werden daher differenzierte Befragungs- und Kommunikationsinstrumente eingesetzt werden bzw. auch Positionen von Personen aus dem direkten Umfeld (Assistenz, Angehörige, gesetzliche Betreuer) hinzugezogen.

2. Die Auswirkungen des Umzugsprojektes auf die professionelle Praxis und die konzeptionelle Entwicklung aus der Perspektive der Assistenz.
Durch das Umzugsprojekt sollten im Vorweg definierte fachliche Ziele als Qualitätsstandards im professionellem Kontakt mit den KlientInnen realisiert bzw. weiter gesichert werden. Gleichzeitig hatte das Umzugsprojekt für die beteiligten MitarbeiterInnen einschneidende Veränderungen ihrer Arbeitssituation zur Folge. Die folgenden, mit dem Umzug intendierten qualitativen Veränderungen sollen bei leitfadengestützten Gruppeninterviews im Vordergrund stehen:

  • Die Aufgaben und Funktionen der Assistenz nach dem Umzug
  • Die mit dem Umzug entstandenen Qualifikationsnotwendigkeiten und -bedarfe
  • Die persönliche Zufriedenheit in der Arbeit (psychische und physische Belastung) nach dem Umzug

Im Jahr 2005 wird auf der Grundlage der Evaluationsergebnisse eine Broschüre erstellt.

Bei Fragen zu dem Projekt wenden Sie sich bitte an Monika Abraham.