Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie

29.05.2018

ZeDiSplus-Ringvorlesung am 30.Mai

Die nächste Veranstaltung im Rahmen unserer Ringvorlesung 
Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies findet statt am

Mittwoch, 30. Mai 2018, 16.00-18.00 Uhr, Edmund-Siemers-Allee 1, Ostflügel, Raum 221

Dr. Eberhardt Werner und Samuel Groß, Forschungsstiftung Kultur und Religion, Institut für evangelische Missiologie/Netzwerk Disability Studies, Gießen
Disability Studies und interkulturelle Theologie. Übereinander oder Miteinander in der christlichen Entwicklungshilfe?

Interkulturelle Theologie (IntkTh) wird als die „Frucht“, das ist die Anwendung theologischer Erkenntnisse, gedeutet. Sie umschreibt die geschichtliche Darstellung, beschreibt interkulturelle Diskurse der beteiligten Akteure und die kurz- und langfristigen Wirkungen im Rahmen der christlichen Entwicklungshilfe. Des Weiteren werden die theologisch-missiologischen Grundlagen, die interdisziplinären Schnittstellen zur Anthropologie, Linguistik, Soziologie und anderen Wissenschaften behandelt. Disability Studies spielen bis heute eine sehr untergeordnete Rolle in der Forschung zu dieser Disziplin. Angesichts kostspieliger Vorbereitungsprogramme, aufwendiger Betreuungs- und Verwaltungsstrukturen sowie langfristiger Wirkweisen in fernen Ländern scheint es bedeutsam, diese Lücke zu schließen. Die Forschung richtet sich dementsprechend auf die Bedeutung von Disability Studies in der Vorbereitung und Ausbildung christlicher Entwicklungshelfer/Innen, die Erfahrungen dieser Akteure ( Menschen mit körperlichen oder mentalen Einschränkungen; Eltern mit Kindern solcher Einschränkungen) und ihrer Kontaktpersonen auf dem Arbeitsfeld mit diesen Einschränkungen der Ferne sowie den langfristigen Wirkungen dort und in der Heimat. Die Hildesheimer Blindenmission und die Christoffel Blindenmission werden in diesem Vortrag als Beispiele aus postkolonialer Sicht näher beleuchtet, da die Forschung hierzu am weitesten fortgeschritten ist.