Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie

20.04.2015

Vielfalt (an-)erkennen

Die Ev. Hochschule hat am 26. März 2015 zur Fachtagung

Vielfalt (an-)erkennen
Kultur- und differenzsensible Soziale Arbeit in Lehre und Praxis

eingeladen, die gemeinsam mit dem Hamburger Institut für Interkulturelle Pädagogik (HIIP) ausgerichtet und maßgeblich von Prof. Willy Klawe organisiert wurde. Zahlreiche Besucher_innen der Tagung haben sich mit folgenden Themen beschäftigt:

- Die gesellschaftliche Vielfalt von Lebenswelten und -entwürfen fordert die Soziale Arbeit als normative Profession heraus, ihre Normalitätsvorstellungen zu überdenken und sich in der Begründung ihres Handelns neu zu positionieren.

- Dem hat sich die Ev. Hochschule gestellt, indem sie Kultur- und Differenzsensibilität als professionelle Orientierungen in das Curriculum ihrer berufsbegleitenden Studiengänge aufgenommen hat.

- Aktuell ist ein Reader zum gleichen Thema erschienen, der gemeinsam mit Absolvent_innen der Hochschule auf der Basis herausragender Abschlussarbeiten verfasst wurde und deren Beiträge auch im Rahmen der Veranstaltung präsentiert wurden. Der Sammelband ist in der hochschuleigenen "Impulse"-Reihe (Bd. 21) publiziert und sowohl im öffentlichen Buchhandel als auch über die Hochschule zu erhalten.

Klappentext: Individualisierung und die Pluralisierung der Lebenswelten haben zu fortschreitender gesellschaftlicher Vielfalt (Diversity) geführt, die sich u. a. auch in einer staerkeren Konturierung von Unterschieden und Differenzlinien ausdrückt. Will Soziale Arbeit als Profession nicht die Bodenhaftung, also den realistischen Bezug zur gesellschaftlichen Wirklichkeit verlieren, ist sie gut beraten, diese Differenzlinien wahrzunehmen, zu deuten, anzuerkennen und ggf. zu hinterfragen. Dazu bedarf es entsprechender Kenntnisse und Kompetenzen, fuer deren Vermittlung auch die Ausbildungsstätten und Hochschulen verantwortlich sind. Um welche Themen und Kompetenzen es dabei geht, welche Möglichkeiten der Verknüpfung von Theorie und Praxis sich daraus ergeben und welche Konsequenzen Kultur- und Differenzsensibilität fuer die alltägliche Praxis Sozialer Arbeit konkret hat, wird an den Beiträgen dieses Bandes deutlich.