Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie

06.07.2020

„Hier ist jede_r ein wertvoller Teil des großen Ganzen“

Ich habe mich für die Ev. Hochschule entschieden, weil…

ich von vielen Seiten vornehmlich Positives über die Hochschule gehört habe. Sie sei ein Ort, an dem die Menschen im Fokus stehen – sowohl die Adressat_innen der Sozialen Arbeit als auch die Expert_innen, also wir Studierenden, die Lehrenden und die Sozialarbeitenden in den Einrichtungen. Das hat mich angesprochen und mein Interesse geweckt. Ich stellte mir die Frage, was dahintersteht. Starke Worte finden sich schnell, doch inwieweit werden sie tatsächlich gelebt? Der Bewerbungsprozess in meinem Studium macht dies bereits deutlich: Hier entscheiden keine Zahlen über die Zulassung, auch kein besonders makelloser Werdegang, sondern die Person hinter einem Namen, wie sie mit ihren persönlichen Erfahrungen auf ihrem Lebensweg umgegangen ist und wie sie all dies reflektiert. Das hat mich sehr beeindruckt.

Diese ressourcenorientierte Haltung uns Studierenden gegenüber erlebe ich noch heute jeden Tag aufs Neue. Hier ist jede_r ein wertvoller Teil des großen Ganzen. Die Dozierenden begreifen die Hochschullehre als ein interaktives Miteinander zwischen sich und uns Studierenden. Die Ev. Hochschule wird von allen Beteiligten als gemeinsamer Lernort verstanden, den wir gemeinsam gestalten. Hier wird lebhaft diskutiert, eifrig geforscht, Wissen erarbeitet und gefestigt, Raum für sowohl konstruktives als auch kritisches Denken geschaffen und Vielfältigkeit gelebt. 

 

Soziale Arbeit zu studieren bedeutet für mich…

zunächst einmal mutig zu sein. Der Wunsch zu studieren, bestand bereits seit einigen Jahren, doch getraut habe ich mich nie - bis Menschen in mein Leben getreten sind, die mich ermutigt haben, diesen Schritt zu wagen. Nun bin ich hier am Rauhen Haus, schaue auf die letzten Jahre zurück und bin fasziniert davon, was ich bisher alles mitnehmen durfte. Der Alltag an der Ev. Hochschule ist nicht nur durchzogen von wissenschaftlichen Inhalten und lebhaften Diskursen. Besonders schätzen gelernt habe ich das Vertrauen der Dozierenden in uns. Hier geht es nicht allein um die Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten, sondern ebenso um einen selbständigen Umgang mit diesem Wissen. Was bedeutet all dies für die Praxis? Welchen Blick habe ich auf die Adressat_innen der Sozialen Arbeit? Welche Haltung habe ich all dem gegenüber?

 

Nach Vorlesungsende…

bleiben in meinem Kopf oft Gedankengänge oder noch ungelöste Fragen zu den Diskussionsthemen aus den Seminaren hängen, über die man herrlich mit anderen sinnieren kann. Außerdem freue ich mich darüber, Kommiliton_innen zu treffen.

 

Ich glaube…

dass jeder Mensch wertvolle Stärken in sich trägt, die ihn im Besonderen auszeichnen. Gehen wir auf Menschen mit dieser positiven Grundhaltung zu, kann es uns gelingen, sie in ihrem individuellen Wesen zu erfassen und ihnen nicht voreingenommen zu begegnen.