Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie

08.12.2020

B.A. Soziale Arbeit (praxisintegrierend) – Einblick in die Lehre und Ausblick auf den nächsten Studienstart

An der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie ist zum Wintersemester 2020/21 der neu eingerichtete praxisintegrierende Bachelorstudiengang Soziale Arbeit mit 60 Studierenden gestartet. Die Vorbereitungen für das Bewerbungsverfahren des nächsten Studiendurchgangs laufen bereits.

Umgesetzt wird das Studium in Kooperation mit der Freien und Hansestadt Hamburg sowie einer Reihe diakonischer und freier Träger, derzeit der Stiftung Das Rauhe Haus, der auxiliar GmbH der Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll, der Sozialkontor gGmbH, SterniPark sowie dem Diakonie-Hilfswerk und dem Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein. Die Hochschule ergänzt mit diesem dualen Modell ihr Angebot aus Vollzeit-, berufsintegrierenden und berufsbegleitenden Studiengängen der Sozialen Arbeit.

An dem Studiengang besteht ein hohes Interesse seitens junger Menschen, die den Beruf des/der Sozialarbeiter_in ergreifen möchten. Auf die 60 Studienplätze gingen über 1.000 Bewerbungen ein. Die Grundlage der Auswahl bildet ein von der Hochschule und den Kooperationspartner_innen gemeinsam durchgeführtes Verfahren, in dem beide Seiten paritätisch vertreten sind. 40 Studienplätze übernimmt die Freie und Hansestadt Hamburg, die auch die Anlauf- und Entwicklungskosten für diesen Studiengang getragen hat. 20 weitere Studienplätze werden jedes Jahr an interessierte Kooperationspartner_innen vergeben. Die Vorbereitungen des Auswahlverfahrens für das Wintersemester 2021/22 sind bereits gestartet. Im Rahmen dessen besteht aktuell für Träger die Möglichkeit, Kooperationen mit der Hochschule für den kommenden Studiendurchgang zu schließen.

Die  Entwicklung des Curriculums wurde durch eine Arbeitsgruppe begleitet, bestehend aus Vertreter_innen der Freien und Hansestadt Hamburg sowie freier und kirchlicher Träger.
„Der zum Teil sehr intensive fachliche Austausch bei diesen Treffen war sehr wichtig, denn auf diese Weise konnte eine bestmögliche Verzahnung von Theorie- und Praxisanteilen im Studienverlauf konzeptionell verankert werden“, sagt Rektorin Prof. Dr. Kathrin Hahn.

Charakteristisch für das siebensemestrige Studium ist die systematische Verknüpfung der Bildungsorte Hochschule und Praxisstelle. Als forschend Lernende arbeiten die Studierenden sowohl im Theorie- als auch im Praxiszusammenhang an zentralen Fragestellungen der Handlungswissenschaft Soziale Arbeit und verknüpfen die dabei gewonnenen Erkenntnisse. Parallel zur Praxis ist eine kontinuierliche Begleitung durch arbeitsfeldspezifische Theorie-Praxis-Seminare, Kasuistik und Praxisforschungswerkstätten vorgesehen.

„Die Studierenden haben in den ersten Praxiswochen Erfahrungsportfolios erstellt. Diese werden nun im Theorie-Praxis-Seminar ausgewertet und die daraus entwickelten Themen wie Zeitmanagement, das eigene Rollenverständnis oder auch arbeitsfeldspezifische Themen bilden dann eine konkrete Arbeitsgrundlage des Seminars“, berichtet Prof. Dr. Ute Düßler, die im Studiengang lehrt. „Die Lehre ist gut angelaufen. Trotz der Umstellung auf digital gelingt es, mit den Studierenden in Kontakt zu kommen“, ergänzt Prof. Dr. Jutta Wedemann, die ebenfalls ein Theorie-Praxis-Seminar durchführt. Für eine bestmögliche Betreuung der Studierenden werden diese in kleinere Gruppen à 15 Teilnehmende aufgeteilt. Düßler und Wedemann werden dabei von ihren Kolleg_innen Lisa Uecker und Sebastian Plischke unterstützt, die beide neben der Lehre mit der Studiengangkoordination betraut sind.

Für die Praxiseinrichtungen bietet die Hochschule einmal pro Semester ein Mentoring für die zuständigen begleitenden Fachkräfte, um ihnen einen regelmäßigen kollegialen Erfahrungsaustausch untereinander zu ermöglichen und sie in ihrer Rolle und Arbeit mit den Studierenden eng zu begleiten und zu stärken. Zur Gewährleistung eines bestmöglichen Austausches zwischen den Kooperationspartner_innen sowie zur Beratung des Studienprozesses wurde ein paritätisch besetzter Qualitätszirkel, bestehend aus Vertreter_innen der Hochschule, der Praxisstellen und der Studierenden, im Curriculum verankert.

Das Studium hat einen generalistischen Charakter und qualifiziert für alle Tätigkeitsfelder der Sozialen Arbeit. Die Studierenden wählen zusätzlich zu dem Schwerpunkt ihres Praxisfeldes eine weitere Vertiefung und haben damit die Möglichkeit, den professionellen Blick über die bisherigen Praxiserfahrungen und bekannten Handlungstheorien hinaus zu erweitern. Gewählt werden können Vertiefungen in folgenden fachlichen Richtungen: „Kindheit, Jugend und Familie“, „Migration und Flucht“, „Behinderung und Teilhabe“, „Religionssensible Soziale Arbeit“ sowie „Sozialraumorientierung“.

Der neue Studiengang richtet sich insbesondere an Berufsanfänger_innen, die das Studium der Sozialen Arbeit mit einer Anstellung in der Praxis verbinden wollen. Zugleich bietet das Studium eine Möglichkeit zur Weiterqualifizierung für Quereinsteiger_innen und Personen, die bereits in sozialen Arbeitsfeldern tätig sind.

 

Kontakt

Dipl. Soz. Päd. Sebastian Plischke, M.A.
Sozialpädagoge/Sozialarbeiter und Kriminologe
(040) 65591-288
splischke(at)rauheshaus.de

 

Lisa Uecker, M.A.
Pädagogin
(040) 65591-346
luecker(at)rauheshaus.de

 

Prof. Dr. Ute Düßler
(040) 65591-252
uduessler(at)rauheshaus.de

 

Prof. Dr. Jutta Wedemann
(040) 65591-254
jwedemann(at)rauheshaus.de