Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie

31.05.2017

Aus ZeDiS wird ZeDiSplus

Vom 1. April 2014 bis zum 31. März 2017 war das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) an der Ev. Hochschule mit einer Laufzeit von drei Jahren angesiedelt, um das „Kompetenzzentrum Disability Studies“ durchzuführen. Finanziert u.a. durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds war es das Ziel des Projekts, ZeDiS zum hochschulübergreifenden Dienstleister für alle Hamburger Hochschulen umzuwandeln. Die Zielzahlen des Projekts konnten dabei weit überschritten werden: In 36 Monaten erreichte das ZeDiS mit seinen Lehrveranstaltungen rund 1.000 Studierende verschiedener Fachrichtungen und Studienprogramme der EH, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) und der Universität Hamburg sowie über 500 Interessierte und/oder Berufstätige.

Seit dem 1. April 2017 finanziert die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWG) nun  ein von der Ev. Hochschule beantragtes „Zentrum für Disability Studies und Teilhabeforschung“ (ZeDiSplus). Dieses soll als nun integrierter Teil der Hochschule die bisherige überhochschulische Arbeit des ZeDiS fortsetzen und sie zugleich vertiefen und erweitern, indem es dauerhaft einen Forschungsschwerpunkt Teilhabeforschung etabliert, der unter maßgeblicher Berücksichtigung der Perspektive von Behinderung interdisziplinär, intersektional und kritisch-emanzipatorisch ausgerichtet ist. Damit besteht die Chance, die bundesweit hoch angesehene Arbeit des ZeDiS zu bewahren und zugleich ihre kritische Perspektive auf gesellschaftlichen In- und Exklusionsprozesse als Impuls für eine kritische Teilhabeforschung in der Sozialarbeits- und Diakoniewissenschaft und darüber hinaus zu nutzen.

Nach der Berentung von Dr. Esther Bollag hat nun Prof. Dr. Matthias Nauerth die wissenschaftliche Leitung des ZeDiSplus kommissarisch übernommen. Zum wissenschaftlichen Team gehören ferner Anne Venter, Lars Bruhn und Jürgen Homann. Erste Anlaufstelle des ZeDiSplus ist die Koordinatorin Sabine Maaß.